Ein Auszug aus dem D.I.R Jahrbuch 2021 – zusammengestellt für die Öffentlichkeit von der D.I.R Geschäftsstelle

21. November 2022

14. BRZ Intensivseminar gynäkologische Endokrinologie & Reproduktionsmedizin 19. bis 21. Januar 2023

19. bis 21 Januar 2023 in Berlin

Eine Tradition wird fortgesetzt:

14. BRZ Intensivseminar gynäkologische Endokrinologie & Reproduktionsmedizin
19. bis 21. Januar 2023 — wie immer auf dem GLS-Campus in Berlin Prenzlauer Berg

Alle Bereiche des Gebiets, frisch aufbereitet, praxisnah berichtet. Interaktiv, Zeit für Fragen an die Experten und Zeit für den so wesentlichen Erfahrungsaustausch. Lernen und Beisammensein in entspannter und gut organisierter Atmosphäre — das zeichnet dieses Seminar seit Jahren aus und macht es zu einer der beliebtesten Fortbildungen auf dem sich so rasant entwickelnden Gebiet.  Wir hoffen sehr, dass uns COVID nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen wird und freuen uns auf die vielen Anmeldungen! Wie immer ist die Anzahl der Teilnehmer begrenzt.

Die Ärztekammer Berlin hat das Seminar zertifiziert. Für die Teilnahme an allen 3 Tagen erhalten Sie 23 Fortbildungspunkte.

Schon jetzt danken wir allen Referenten für ihre Zusage und den Sponsoren für Ihre Unterstützung.
Das Programm
Anmeldeformular

Richtlinie Kryokonservierung wird erweitert auf die Entnahme und Lagerung von Ovargewebe

Eine Übergangslösung muss gefunden werden!

Zwar wird die Veröffentlichung der Abrechnungsmodalitäten vom dafür zuständigen Bewertungsausschusses (BA) nicht vor Frühjahr 2023 erwartet, aber die Erweiterung der Kryo-Richtlinie auf die Entnahme und Lagerung von Ovargewebe zum Fertilitätserhalt ist beschlossen. Die integrierte Version der Kryo-Richtlinie wird in Kürze veröffentlicht, informiert der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) in seiner PM.

Die Pressemitteilung des G-BA vom 15.11.2022

Nach wie vor ist die Kostenübernahme der Lagerung nicht final geregelt. Um den Betroffenen den Weg etwas zu erleichtern, hat der BRZ ein Formular entwickelt, das den gesetzlichen Kassen vorgelegt werden kann.

Das Formular

Bei Rückfragen können sich Betroffene natürlich weiterhin an den BRZ richten.  

 

Kompetenzzentrum Kinderwunsch – ein Projekt der ev. Hochschule Nürnberg (gefördert vom BMFSFJ)

Stand November 2022

Das Projektziel ist die Erarbeitung inhaltlicher Grundlagen zur Errichtung eines deutschlandweiten Kompetenzzentrums Kinderwunsch.

Die Schwerpunktthemen des Kompetenzzentrums Kinderwunschs konzentrieren sich auf die Bereiche Forschung, Beratung, Unterstützung, Information und Vernetzung rund um das Thema des „unerfüllten Kinderwunschs“. Das Projektteam, unter der Leitung von Professor Birgit Mayer-Lewis erarbeitet seit August 2021 an der Evangelischen Hochschule Nürnberg ein Konzept zur „Errichtung eines Kompetenzzentrums Kinderwunsch“.
Das Projekt wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Eine Kurzdarstellung

Webauftritt des Projekts

Die Filme des BRZ zum Kinderwunschkonsil, Reproduktiven Fenster, zu Kinderwunsch und Adipositas, Mehrlingsgeburten und Endometriose (in Arbeit)

Stand November 2022

Auf dem YouTube Kanal des BRZ und ganz wesentlich auch auf Instagram,  laufen die informativen, kurzen Filme, die bei der Aufklärung über wesentliche Aspekte des unerfüllten Kinderwunsches und seiner Behandlung unterstützen. Der BRZ und seine Mitglieder hoffen, neben der Aufklärung mancher Fehlannahmen, mit diesen Filmen das noch immer tabuisierte Thema auch weiter ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Helfen Sie mit! Nutzen Sie die Filme auch in Ihren Praxen, in Ihren Beratungsstellen – wo auch immer. Unser nächster Film befasst sich mit dem nach wie vor so vernachlässigten Thema „Endometriose“.
An dieser Stelle möchten wir auch den Ärztinnen und Ärzten danken, die ihre Expertise und ihre Zeit einbringen, damit die Filme auch Wirkung zeigen.

Prof. Dr. Nicole Sänger, Zentrum „Venuskind“ am Universitätsklinikum Bonn (Adipositas, Reproduktives Fenster, Endometriose)
PD Dr. med. Ulrich A. Knuth, Kinderwunsch Valentinshof, Hamburg und BRZ-Vorsitzender (Kinderwunschkonsil)
Dr. med. Andreas Tandler-Schneider, Fertility Center Berlin (Mehrlingsgeburten)
Dr. med. Harald Krentel, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde, Bethesda-Krankenhaus Duisburg (Endometriose)

Wir danken dem Film Team B2 Video Marketing. Klas Bömecke und Oliver Bloch haben sich in das schwierige Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ hervorragend eingearbeitet.

Auf Instagram

Der Yout-Tube Kinderwunsch-Kanal des BRZ

folgen Sie uns! 

Jahrestreffen 2022 der IVF-Zentren Deutschlands

4. und 5. November 2022 in Berlin

das ist das Motto des diesjährigen Jahrestreffens, das am 4. und 5. November 2022 in Berlin stattfinden wird. Als eine der Gesellschaften dieser hochkarätigen Veranstaltung freuen wir uns sehr auf das gesamte Programm.
Anmeldungsmöglichkeiten und weitere Informationen

BRZ Herbsttreffen im Rahmen des Treffens der IVF-Gruppen
5. November 2022. Ab 13.00 Uhr Lunch im Foyer des Raumes Köpenick im Hotel Abion Spreebogen (Veranstaltungsort)

BMBF fördert Einrichtung von Nachwuchszentren zur Erforschung der Reproduktiven Gesundheit

Deadline für Projektskizzen 1.12.2022!

Wir danken Professor Dr. Jörg Gromoll für die nachstehende Information!

Die Anstrengungen des Netzwerks Reproduktionsforschung, einem Zusammenschluss von Klinikern und Wissenschaftlern zur Initiierung von Forschungsförderungen in Deutschland,  waren erfolgreich!:  Das BMBF hat aktuell ein Programm zur Förderung von interdisziplinären Nachwuchszentren für die reproduktive Gesundheit veröffentlicht!

Es sollen deutschlandweit mehrere Nachwuchszentren an den medizinischen Fakultäten eingerichtet werden. Gefördert werden sollen primär interdisziplinäre Ansätze. Hierbei sollen vor allem translationale, klinische und präventive Fragestellungen zur reproduktiven Gesundheit berücksichtig werden, wobei auch ethische, rechtliche und gesellschaftlicher Aspekte einfließen können.

Für die Nachwuchszentren können mehrere Stellen pro Zentrum  für Medical Scientists (in der Gesundheitsforschung tätige Natur-, Lebens-, Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Postdoc-Phase), Clinician Scientists (promovierte, wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte während der Facharztausbildung) sowie Advanced Clinician Scientists (promovierte, wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte nach der Facharztausbildung) beantragt werden.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Deadline für die Projektskizzen ist der 01.12.2022

Das Netzwerk Reproduktionsforschung ist davon überzeugt, dass dieses Programm eine einzigartige Chance für das Gebiet ist, nachhaltige Strukturen für die Forschung zu schaffen und damit insgesamt die Reproduktionsmedizin und -biologie in Deutschland erheblich gestärkt wird.

Fortbildung für MFA´s in der Reproduktionsmedizin

August bis September 2023!

Endlich wird es eine offizielle Fortbildung (Webinar) für die Medizinischen Fachangestellten in der Reproduktionsmedizin geben!
Der BRZ dankt Prof. Stefan Dieterle (Dortmund), dass er diese gemeinsame Idee nicht nur verfolgt, sondern auch die Anerkennung durchgesetzt hat!  Wir danken Prof. Frank Nawroth (Hamburg) und Dr. Caroline Niehoff (Münster), die gemeinsam mit Prof. Dieterle die wissenschaftliche Leitung haben und wir danken Dr. Thilo Schill und anderen für die Mitarbeit am Curriculum.
Die Fortbildung wird über die Landesärztekammer Westfalen-Lippe angeboten und auch abgewickelt.
Da die Anzahl der Teilnehmer mit 25(!) doch sehr begrenzt ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung.

Mi, 03.05.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 10.05.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 17.05.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 14.06.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 09.08.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 06.09.2023 09:00 – 17:00 Uhr
Mi, 27.09.2023 09:00 – 17:00 Uhr

Das Informationsblatt — leider schwer direkt zu finden auf den Internetseiten der Kammer
Flyer und ein Formular zur Anmeldung (am Ende des Flyers)
Noch mehr

Gemeinsam Familien gründen! Eine bundesweite Informations- und Aufklärungskampagne

Dabei sein – mitmachen!

„Gemeinsam Familien gründen“ – die Kampagne war ein voller Erfolg, ein Baustein in der Enttabuisierung des unerfüllten Kinderwunschs
Nur gemeinsam und mit gemeinsamen Anstrengungen kann es gelingen, das Tabu um die ungewollte Kinderlosigkeit in Deutschland (und nicht nur da!) zu brechen, Aufklärung ins zu Rollen bringen. Man stelle sich vor: Für jede zehnte Frau und jeden zehnten Mann im Alter zwischen 20 und 50 Jahren in Deutschland ist es bittere Realität, dass der Wunsch nach einem eigenen Kind unerfüllbar scheint. Partnerschaften, Glück, Zukunftspläne, ganze Lebensentwürfe geraten ins Wanken.

Wir sehen, dass es oftmals ein Mangel an Information ist oder auch die Unwissenheit über die Möglichkeiten, sich Rat und Hilfe (auch medizinisch) zu holen. Die bundesweite Informationskampagne „Gemeinsam Familien gründen“ hat  Betroffene unterstützt und den unerfüllten Kinderwunsch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, die Enttabuisierung im wahrsten Sinn des Wortes ins Rollen gebracht, mit einem Info-Truck, der im Mai, Juni und Juli 2022 in sechs deutschen Städten Station gemacht hat.

Zusammenfassung der Ergebnisse!
Eine gemeinsame Pressemitteilung des BRZ und des Deutschen IVF-Registers (D.I.R)
Informationsportal Kinderwunsch des BMFSFJ

Tour Daten
27.05.2022 Düsseldorf
02.06.2022 Stuttgart
10.06.2022 Berlin
17.06.2022 München
25.06.2022 Frankfurt
01.07.2022 Hamburg

Hintergrund

Partner der von Ferring Arzneimittel und MentalStark initiierten Info-Kampagne waren der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. (BRZ), das Deutsche IVF-Register e.V. (D·I·R)®, die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e.V. (DGRM). Der Dachverband Reproduktionsbiologie und -medizin e.V (DVR) ist Unterstützer von „Gemeinsam Familien gründen“. Das Unternehmen Ferring unterstützt die Kampagne finanziell, nimmt jedoch keinerlei inhaltlichen Einfluss auf die von den Partnern bereitgestellten Informationen und Aktivitäten.

Adipositas, Das Biologische Zeitfenster, Problem Mehrlingsschwangerschaften – die Filme des BRZ auf dem YouTube Kanal

Informationsfilme des BRZ

Der Kinderwunschkanal des BRZ bei YouTube wächst. Zwei weitere Filme zu wichtigen Themen im weiten Feld „Ungewollte Kinderlosigkeit“ sind fertig geworden. Dank geht an Professor Dr. Nicole Sänder, PD Dr. Knuth und Dr. Andreas Tandler-Schneider, aber auch an das hervorragende Filmer-Team Klas Bömecke und Oliver Bloch von B2-Videomarketing.

Dank geht auch an die Mitglieder des Verbands, die die Herstellung der Filme letztlich finanzieren.

BRZ-Kinderrwunschkanal abonnieren

Sonderausgabe des Jahrbuchs 2020 des Deutschen IVF-Registers (D.I.R)® veröffentlicht

Oktober 2021

Sonderausgabe des Jahrbuchs 2020 des Deutschen IVF-Registers

Das D.I.R ist die große Sammelstelle der Behandlungsdaten, die zu fast 100 Prozent in den Kinderwunschzentren der BRZ-Mitglieder erhoben werden. Dafür gebührt den Mitglieder des Verbands und dem Register großer Dank.

Die Ausgabe enthält die wichtigsten Eckdaten und aktuell wichtige Themen zusammengefasst und mit Erklärungen versehen und ist damit nicht nur für Betroffene interessant, sondern dient auch der Information der Öffentlichkeit.

Download dieser Sonderausgabe

Vorstand des BRZ gewählt

Der Vorstand ab 9.10.2021

Am 9. Oktober, in der lang verschobenen Ordentlichen Mitgliederversammlung des BRZ in Berlin, hat die Mitgliederschaft einen neuen Vorstand wählen können.

  • Vorsitzender: PD Dr. med. Ulrich A. Knuth, Hamburg (vordem komm. Vorsitzender des BRZ).
  • Stv. Vorsitzender: Holger Eberlein, Fachanwalt für Medizinrecht, Berlin, kommt neu in den Vorstand.
  • Schriftführer: Dr. med. Thilo Schill, Langenhagen, wurde im Amt bestätigt.
  • Schatzmeister: Dr. med. Andreas Ott, Ludwigsburg kommt neu dazu.

Die Mitglieder des Vorstands, die sich bereits seit Jahren kennen, haben sich auf die Fahne geschrieben, nicht nur den Verband mit guter und sicherer Hand zu leiten, sondern auch die Belange der kleinen Schar Reproduktionsmediziner bei den Gremien und der Politik vehement zu vertreten. Aber auch das Betreiben der längst überfälligen gesetzlichen Veränderungen und  das Verbreiten des Wissens um die Kinderwunschbehandlung in der Gesellschaft gehören zu den ausgemachten Zielen.
Die Pressemitteilung
Anfagen jederzeit

Ehe für Alle – Konsequenzen

Keine Abrechnung über die Versichertenkarte

Am 1. Oktober 2017 trat die Gesetzesänderung in Kraft. Die „Ehe für Alle“ bedeutet allerdings nicht, dass lesbische verheiratete Paare nach § 27a SGB V abgerechnet werden können.  In der Anhörung zur Gleichstellung am 28.11.2018 im Deutschen Bundestag wurde aufgrund der vielen „Ungereimtheiten“ in den unterschiedlichen Gesetzen von den Sachverständigen eine umfassende Reform der Regelungen im Abstammungsrecht und damit letztlich auch der Reproduktionsmedizin gefordert.
Kommentar im BT
Interpretation des Gesetzes

PKV contra Kinderwunsch – Wir rücken die Dinge zurecht!

Unsere Antworten auf Ihre Fragen

Wir erleben immer wieder, dass sog. privat versicherte Paare Schwierigkeiten bei der Erstattung Ihrer Kinderwunschbehandlung haben. Auf den gemeinsam mit dem juristischen Berater des BRZ gestalteten Seiten finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen!

Kinderwunschkonsil – ein Angebot von BRZ und BVF – Informationen zum Einschreiben und ein Film

Seit 1.4.2021 verfügbar

Der BRZ hat einen Film zum Kinderwunschkonsil produziert, der im neu konzipierten YouTube-Kanal des BRZ zu sehen ist und sehr gern verbreitet werden kann!

Auszug aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) und des Bundesverbands Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands (BRZ) vom 1.4.2021

Erstes digitales Kinderwunschkonsil verbessert die Versorgung von ungewollt kinderlosen Paaren

Ab April 2021 teht für Paare mit bislang unerfülltem Kinderwunsch ein neues telemedizinisches Programm zur Verfügung. Das „Kinderwunschkonsil“ vernetzt über eine digitale Infrastruktur niedergelassene Frauenärzte mit Experten für Reproduktionsmedizin, um Paare, die bislang ungewollt kinderlos geblieben sind, gemeinsam bei der Realisierung ihres Kinderwunsches zu unterstützen. Das Programm wurde in Kooperation vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und dem Bundesverband der Reproduktionsmedizinischen Zentren (BRZ) entwickelt, um die Versorgung bei unerfülltem Kinderwunsch zu beschleunigen und zu verbessern. Die Betriebskrankenkassen sind über ihre Vertragsarbeitsgemeinschaft (BKK VAG-Bayern) die erste Kassenart, die dieses Digitalangebot unterstützt.

„In Deutschland werden jedes Jahr etwa 110.000 Kinderwunsch-Behandlungszyklen durchgeführt – mit steigender Tendenz. Weil die Ursachen für Fruchtbarkeitsstörungen bei Mann und Frau liegen können, ist eine sorgfältige Diagnostik wichtig, um die komplexe Fragestellung zu klären. Immer wieder erleben wir, dass wertvolle Zeit bei der Diagnosestellung verloren geht und für einfache Einschränkungen auf männlicher, wie weiblicher Seite keine konsequente Therapie erfolgt. Durch dieses neue telemedizinische Programm möchten wir betroffenen Paaren viel schneller helfen, den richtigen Behandlungspfad für ihre individuelle medizinische Situation zu planen“, erläutert Dr. Ulrich Knuth, kommissarischer Vorsitzender des BRZ aus Hamburg. Mit Hilfe von strukturierten Fragealgorithmen, die von Dr. Matthias Bloechle, Berlin entwickelt wurden, können niedergelassene Gynäkologen zunächst alle wichtigen medizinischen Daten ihrer Patientinnen dokumentieren. Beispielsweise Informationen zu möglichen Erkrankungen, bisherigen Behandlungen oder vorangegangenen Schwangerschaften. Informationen zum Partner und der medizinischen Familiengeschichte sind ebenfalls Bestandteil der digitalen Dokumentation, die zwischen Frauenarzt und dem Experten für Reproduktionsmedizin ausgetauscht werden.

So gelingt den Ärzten die Anmeldung zur Teilnahme am Kinderwunschkonsil

Zykluskalender in der App „Mein Frauenarzt“ ermöglicht begleitendes Monitoring zuhause

Parallel zur Anamnese durch Gynäkologen können die Patientinnen über einen digitalen Zykluskalender aktuelle Informationen über ihr Zyklusgeschehen in das neue Programm übertragen. In der App „Mein Frauenarzt“ steht ein digitales Tagebuch zum Menstruationszyklus zur Verfügung, das wichtige individuelle Informationen z.B. zur Aufwachtemperatur, Zykluslänge, Zervixschleim und anderen relevanten Daten erfasst, die für eine umfassende Beurteilung und Beratung in Bezug auf den bestehenden Kinderwunsch wichtig sind. „Diese App ermöglicht unseren Patientinnen, Daten zum Zyklusgeschehen digital zu dokumentieren und uns so wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen – ohne dass sie dafür jedes Mal in die Praxis kommen müssen. Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch. Gemeinsam können wir dann mit dem ausgewählten Experten für Reproduktionsmedizin entscheiden, welche Behandlung für die Frau oder das Paar sinnvoll ist“, betont Dr. Klaus Doubek, 2. Vorsitzender des BVF die Vorteile des neuen Telekonsils.
Weitere Informationen zum Kinderwunschkonsil für Ärzte und medizinisches Personal ist auf der Webseite www.facharztkonsil.de verfügbar.

 

Legalisierung der Eizellspende – Gesetzentwurf der FDP-Fraktion und Anhörung im Ausschuss für Gesundheit

27.1.2021

Am 27. Januar 2021 erfolgt die Anhörung im AfG zu einem Gesetzentwurf der FDP zur Legalisierung der Eizellspende in Deutschland. Die unterschiedlichsten Meinungen der unterschiedlichen zur Stellungnahme gebetenen Verbände und Einzelsachverstände finden Sie im Netz.
Am 28. Januar kann die Anhörung, an der auch der BRZ teilnimmt, im Netz nachverfolgt werden.

Der BRZ unterstützt die Legalisierung der Eizellspende in Deutschland – allerdings nicht als „Einzelaktion“, sondern als Bestandteil einer umfassenden und zeitgemäßen Anpassung des Embryonenschutzgesetzes – und nicht erst in weiteren 30 Jahren!

Der Gesetzentwurf und alle Stellungnahmen
Ein zusammenfassender Artikel aus der Ärzte Zeitung

Ungewollte Kinderlosigkeit – persönliches Stigma und Tabuthema und weit verbreitet

9. September 2020

In Deutschland ist fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Die Zahl der Frauen, die endgültig kinderlos bleiben, ist zwischen 2008 und 2018 von 17 Prozent auf 21 Prozent gestiegen.

Für die Studie „Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“, in Auftrag gegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat das DELTA-Institut Gespräche mit Frauen und Männern zwischen 20 und 50 Jahren geführt und zudem eine repräsentative Befragung von 3000 weiteren Frauen und Männern ausgewertet. Um einem Trend auf die Spur zu kommen wurden teilweise dieselben Fragen gestellt wie bei der Vorgängerstudie von 2013 (vorgestellt 2014). Die Ergebnisse sind erschreckend und erleuchtend zugleich und werden hoffentlich in Gesellschaft und Politik gehört werden. So nehmen lediglich 20%, also ein Fünftel der Betroffenen, trotz ihrer Sehnsucht nach einem eigenen Kind, die medizinische Unterstützung zur Erfüllung des Kinderwunsches wahr. Was muss sich ändern? Wo liegen die Hürden?

Die Einleitung und Kernpunkte

Die Studie kann als PDF heruntergeladen oder inzwischen auch als Druck bestellt werden. Der BRZ dankt dem Institut, Herrn Professor Carsten Wippermann und seinem Team und vor allen Dingen dem zuständigen Referat im BMFSFJ für diese Initiative.

up-date: COVID-19 und die Folgen für die Arbeitsweise in den Zentren des BRZ bzw. D.I.R

23. Juli 2020

Hier finden Sie nun die Nachverfolgung der Ergebnisse bis einschließlich Juni 2020, die das Register veröffentlicht hat.
Die Daten zeigen, dass die Behandlungen nahezu auf Vorjahresniveau liegen – die Rückläufe durch die Pandemie also trotz Beachtung der Vorschriften so gut wie aufgeholt wurden.
Hintergrund
Die Sonderauswertung war im Mai 2020 durch den BRZ in Auftrag gegeben worden.  Der BRZ, dessen Mitglieder nahezu deckungsgleich mit den Exporteuren ins Register sind, bedankt sich dafür, dass die Mitglieder ihre Daten zur Verfügung stellten und stellen.

Das Up-date der Ergebnisse bis einschließlich Juni 2020 (freigegeben lediglich zum Betrachten, daher passwortgeschützt!)
Eine herunterladbare Version erhalten Sie gern auf Anfrage.

Die durchaus spannenden ersten Ergebnisse vom Mai 2020 – freigegeben lediglich zum Betrachten und daher passwortgeschützt!
Eine herunterladbare Version erhalten Sie gern auf Anfrage.

In diesem Zusammenhang ist ein just im Journal Reproductive Biology and Endocrinology erschiener Artikel lesenswert.

Kommentare lesen wir gern jederzeit!

Leopoldina: Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung

Berlin am 4. Juni 2019

Die Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat ihre bereits im letzten Jahr angekündigte Stellungnahme am 4. Juni 2019 in Berlin vorgestellt und veröffentlicht. Sie fordert den Gesetzgeber auf, doch endlich die „wunden“ Punkte im 30 Jahre alten Embryonenschutzgesetz (ESchG) und deren Folgen durch eine zeitgemäße Gesetzgebung – in einem Fortpflanzungsmedizingesetz – zu regeln. Der BRZ dankt den Verfassern der Stellungnahme für ihre jahrelange umsichtige Arbeit und hofft, dass der gesellschaftlich und parlamentarisch notwendige Diskurs endlich mit Macht angestoßen wird.

Eine interaktive Vorstellung der Stellungnahme und ihrer Inhalte

Rund um das Thema Fortpflanzungsmedizin auf den Seiten der Leopoldina

PM des BRZ

Aus der aktuellen Presse (Auszüge!)
SPIEGEL-online
FAZ-net
Interview mit Prof. Dr. Jochen Taupitz (u.a. Mitglied der Leopoldina) auf ZEIT-online (geführt von Martin Spiewak):
„Die Regeln sind patientenfeindlich“

 

Richtlinie Assistierte Reproduktion der BÄK veröffentlicht

Am 1. Juni 2018 in Kraft getreten

Am 1. Juni 2018 trat die mit großer Umsicht, Sorgfalt und großem Einsatz der BÄK-Arbeitsgruppe erarbeitete „Richtlinie zur Entnahme und Übertragung von menschlichen Keimzellen im Rahmen der assistierten Reproduktion“ in Kraft. Sie löst die bereits seit langem obsolete und nicht mehr dem Stand der Wissenschaft und Praxis entsprechende (Muster)-Richtlinie aus dem Jahr 2006 ab.

Zum Verständnis und zur korrekten Einordnung der BÄK-Richtlinie ist wesentlich, dass sie die einschlägigen Gesetze und Verordnungen weder auslegt noch Desiderata enthält. Der ausschließliche Zweck der Richtlinie besteht darin, dass mit der Beachtung die Einhaltung des Standes der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft vermutet wird.

Richtlinie Ärzteblatt

Die Richtlinie im Netz